Vorschau - Radball-Weltcupfinale 2016 in Winterthur

Weltklasse und Heimspiel zum Karriereabschluss - Vorschau Radball-Weltcupfinale 2016 in Winterthur

  Winterthur: das bestbesetzte Radballturnier der Welt, das Weltcupfinale in Oberseen Winterthur. Im Zentrum stehen die Winterthurer Marcel Waldispühl und Peter Jiricek, welche damit ihre erfolgreiche Karriere beenden. Am liebsten mit dem Gewinn des Gesamtweltcups.Winterthur.

 

 

von Daniel Frei / Sportjournalist.ch

WINTERTHUR. Marcel Waldispühl und Peter Jiricek wurden 2009 zusammen Weltmeister. Ein Jahr später gewannen sie WM-Silber. 2008 und 2014 erreichten sie das Endspiel um den Gesamtweltcup. Doch der Sieg blieb ihnen verwehrt. Es ist die einzige Trophäe, welche der 3-fache Weltmeister Peter Jiricek noch nie gewinnen konnte. Diesen Samstag bestreiten Waldispühl/Jiricek ihren letzten internationalen Ernstkampf. Danach bestreiten sie einzig noch ihr eigenes Abschiedsturnier Mitte Januar.

 

Bildlegende:
Marcel Waldispühl (2.v.l.) und Peter Jiricek (3.v.l.) zum letzten Mal auf der internationalen Bühne zu sehen.
Hier gegen die Weltmeister Höchst mit Patrick Schnetzer (l.) und Markus Bröll (r.).
(Bild: Daniel Frei / Sportjournalist.ch)
 


Sportlich besser besetzt als WM

Das Finalturnier im Weltcup ist besser besetzt als eine Weltmeisterschaft, da mehrere Teams pro Nation zur Qualifikation zugelassen sind. Am kommenden Samstag (12.11.16) treffen ab 10.30 Uhr in der Sporthalle Oberseen in Winterthur die neun besten Teams Europas plus der asiatische Vertreter aufeinander. Gespielt wird in zwei Fünfergruppen, die beiden Bestplatzierten pro Gruppe qualifizieren sich fürs Halbfinale. In beiden Gruppen gibt es je drei Topteams. Wer ins Halbfinale kommen will, muss mindestens ein Spitzenspiel gewinnen. Winterthur trifft mit Obernfeld und Höchst 2 bereits zu Beginn der Vorrunde auf die Meisterschaftszweiten aus Deutschland und Österreich. Dazu komplettieren der Tschechische Meister Svitavka sowie die Gebrüder Waibel aus Pfungen die Winterthurer Gruppe. Pfungen profitiert von der Wildcard des Veranstalters und bestreiten erstmals ein Weltcupfinalturnier. Sie können wertvolle Erfahrungen sammeln, sind aber auch im Stande, dem einen oder anderen Favoriten ein Bein zu stellen. In der zweiten Gruppe treffen mit Altdorf, Stein (De) und Höchst (Oe) die Meister der drei stärksten Radballnationen aufeinander. Mit Dornbirn ist ein drittes Team aus Vorarlberg vertreten, dazu Osaka aus Japan.


Sammlung komplettieren, dann Party

Ab 18 Uhr finden die Finalspiele statt. Neben den beiden Halbfinalpartien werden die fünf Platzierungsspiele ausgetragen mit dem Endspiel als Höhepunkt der Veranstaltung. Danach steigt eine grosse Party. "Wir wollen das Halbfinale erreichen, danach liegt alles drin." Trainer Petr Jiricek stellt noch einmal seine Schützlinge auf den wichtigsten Event in diesem Jahr minutiös ein. Nach dem Turnier wird er selbst ebenfalls kürzertreten. Als Nationaltrainer coachte er die Schweizer Radballer mit vier verschiedenen Teams sieben Mal zum Weltmeistertitel. In seiner Trainersammlung fehlt wie seinem Sohn Peter einzig der Gewinn des Weltcupfinalturniers…

 

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