2016-10-15| Weltcup

Winterthur erneut auf Weltcup-Podest

  St.Gallen. Eine Woche vor der Schweizer Meisterschaftsentscheidung der Radballer gelang den Winterthurern Waldispühl/Jiricek die Hauptprobe und sie beendeten das Weltcupturnier in St. Gallen auf dem dritten Rang. Pfungen belegte den fünften Rang nach einer starken Leistung im Platzierungsspiel gegen Tschechien.

von Daniel Frei / Sportjournalist.ch

Die 70. Austragung des OLMA-Turniers trug auch in diesem Jahr den Status eines Weltcupturniers. Weil das Schweizerteam aus Mosnang positiv überraschte, wurde das Jubiläumsevent gleich von Beginn weg lanciert. Mosnang verdankte ihre Teilnahme einer Wild Card des Veranstalters und sie bedankten sich auf ihre Weise gleich mit dem Gruppensieg in der Vorrunde. Timo Reichen und Lukas Schönenberger gewannen dabei auch gegen den späteren Turniersieger Obernfeld aus Deutschland mit 2:1. Im Halbfinal trafen sie auf das zweite deutsche Spitzenteam aus Stein. Doch diese war zu stark und es setzte eine 2:7-Niederlage ab. In der gleichen Gruppe spielten auch die Gebrüder Waibel aus Pfungen, welche vor dem Turnier als mögliche Halbfinalisten neben Obernfeld gehandelt wurden. Nach dem 5:2-Erfolg gegen Dornbirn waren Severin und Benjamin Waibel auf Kurs. Die knappe 1:2-Niederlage gegen Obernfeld verdeutlichte, dass sie an der Weltspitze schnuppern. Zumal sie sich zahlreiche gute Chancen herausspielten, diese jedoch nicht verwerten konnten. Die routinierten Franzosen aus Cronenbourg wurden sicher mit 6:1 bezwungen. Doch im Spiel gegen Mosnang folgte anstelle des notwendigen Sieges eine 2:5-Niederlage, was den dritten Gruppenrang und "nur" das Spiel um Rang 5 bedeutete. "Wir verschliefen den Start und machten zu viele Eigenfehler, weil wir im Spielaufbau und im Abschluss zu ungeduldig waren. Wir hätten in diesem Spiel die Punkte nicht verdient." Benjamin Waibel analysierte die folgenschwere Niederlage nüchtern und sachlich, trauerte aber der verpassten Halbfinalqualifikation nach.

Winterthurer Duell

In der anderen Vorrundengruppe kam es zu einem vereinsinternen Winterthurer Duell zwischen Waldispühl/Jiricek und den für Spanien spielenden Florencio Monge und Marcel Chaves. Für die Spanier war es eine gute Gelegenheit, sich vor der WM in Stuttgart mit Weltklasseteams zu messen. Die an der B-WM spielenden Spanier blieben jedoch ohne Chance und belegten punktelos den letzten Platz. Gegen Marcel Waldispühl und Peter Jiricek setzte es eine 0:6-Niederlage ab. Das Fanionteam aus Winterthur gewann danach die Partie
gegen die starken Routiniers aus Svitavka (Tch) mit 9:5. Dorlisheim aus Frankreich wurde mit 5:1 bezwungen und das 2:2-Unentschieden gegen André und Manuel Kopp aus dem deutschen Stein reichte für den Gruppensieg. So trafen sie im Halbfinal auf Obernfeld. Dort gerieten sie 0:1 in Rückstand. "Ihre Spielweise liegt uns nicht und wenn man in Rückstand gerät, wird es doppelt schwer." Die Analyse von Trainer Petr Jiricek unterstreicht die schwierige Ausgangslage, welche bereits nach wenigen Spielminuten vorlag. Winterthur schaffte noch in der regulären Spielzeit den 2:2 Ausgleich, unterlag danach jedoch im Penaltyschiessen mit 6:7. Im kleinen Final bezwangen Waldispühl/Jiricek danach Mosnang problemlos mit 5:1. Mit diesem erneuten Podestplatz qualifizierten sich die Winterthurer bereits nach drei Turnieren vorzeitig fürs Weltcupfinale, welches am 12. November 2016 in Winterthur ausgetragen wird. Dank einem 6:3-Erfolg über Svitavka und dem 5. Rang in St. Gallen kann dies Pfungen ebenfalls noch aus eigener Kraft schaffen. Dazu müssen sie Ende Oktober im deutschen Wendlingen in der Vorrunde das Team aus Frankreich und Belgien hinter sich lassen. Eine lösbare Aufgabe. So würde für das Finalturnier in Oberseen neben Altdorf, Winterthur und Pfungen die Wild Card für ein viertes Schweizer Team bereit liegen…

Hauptsponsor
_____________________
Goldsponsor
_____________________
Silbersponsoren
__________________________
Medizinischer Partner
__________________________
Medienpartner
__________________________