2016-02-27 | Schweizer Cupfinal

Waldispühl/Jiricek gewinnen erstmals den Schweizer Cupfinal

  MOSNANG. Im achten und letzten gemeinsamen Jahr gewinnen die Winterthurer Radballer Marcel Waldispühl und Peter Jiricek erstmals den Schweizer Cupfinal. Die Gebrüder Waibel aus Pfungen schafften als Dritte den Sprung aufs Podest und die sicherten sich dadurch die Weltcup-Qualifikation.

von Daniel Frei / Sportjournalist.ch

In der Vorrunde hinterliessen die Winterthurer einen starken Eindruck. Der B-Ligist Frauenfeld mit dem Winterthurer Pascal Schüepp war kein Gradmesser und wurde gleich mit 7:1 bezwungen. Altdorf 2 hatte auch keine Chance und verlor mit 7:2. Im letzten Spiel gewannen die Winterthurer gegen Mosnang mit 7:5, was das frühzeitige Ausscheiden des Gastgebers bedeutete. Damit wurde der 7:2-Sieg gegen Altdorf 2 in die Finalrunde mitgenommen. Titelverteidiger Altdorf dominierte wie zu erwarten war die andere Gruppe. Einzig Pfungen bot Gegenwehr und unterlag nur mit 3:5. Die Gebrüder Waibel zeigten zuvor im ersten wichtigen Spiel des Tages einen 5:2-Auftaktsieg gegen Oftringen. Die Pfungemer brachten eine 3:0-Führung problemlos über die Zeit. Zusammen mit dem 11:3-Erfolg über den B-Ligisten aus Mosnang – nach neunzig Sekunden stand es bereits 4:0! –reichte dies zum zweiten Gruppenrang und Einzug in die Finalrunde der besten Vier. Dort sicherten sie dank des 5:4-Erfolges über die zweite Mannschaft aus Altdorf den dritten Podestrang sowie einen Startplatz für die diesjährige Weltcupserie. Pfungen unterlag neben Altdorf einzig gegen ihre Trainingspartner aus Winterthur in einer unspektakulären Begegnung mit 1:4. Der dritte Rang bedeutete zudem den ersten Podestplatz der Gebrüder Waibel bei der nationalen Elite. Erwartungsgemäss entschied die letzte Partie der Finalrunde zwischen Winterthur und Altdorf über den Sieger des diesjährigen Schweizer Cups.
 

Als Belohnung nach Japan

 
Seit Jahren ist Altdorf gegen Winterthur einen Klassiker im Schweizer Radballsport. In letzter Zeit hatten jedoch die Innerschweizer im entscheidenden Moment die Nase vorne. Nach der regulären Spielzeit stand es 2:2-Unentschieden und die Verlängerung musste die Entscheidung bringen. „Wir müssen offensiv über beide Seiten mehr Druck erzeugen“, war die Aufforderung des Trainers Petr Jiricek. Doch zuerst gerieten seine Schützlinge 2:3 ins Hintertreffen. Dann setzten sie die Vorgabe um und glichen aus. Acht Sekunden vor Schluss schoss Peter Jiricek unter dem Tretlager von Roman Schneider hindurch den 4:3-Siegtreffer. Dies bedeutete im achten und letzten gemeinsamen Jahr den ersten Cupsieg von Waldispühl/Jiricek. Während es für Marcel Waldispühl überhaupt der erste Cuperfolg war, gewann Jiricek den Pokal bereits zum achten Mal (mit dem fünft verschiedenen Partnern). Den Grundstein zu diesem Winterthurer Erfolg legte das Team durch eine perfekte Torhüterleistung. Marcel Waldispühl musste insgesamt nur zwölf Gegentreffer hinnehmen. Kein Eckball der Altdorfer fand den Weg ins Tor, was sonst eine Stärke der Innerschweizer ist. Waldispühls Partner Peter Jiricek zeigte ein perfektes Turnier. Einzig ein verschossener Penalty ging auf sein Konto. Neben Winterthur qualifizierten sich auch Altdorf und Pfungen für den diesjährigen Weltcup. Und das Ziel ist für alle drei Teams klar. Genügend Punkte gewinnen, damit sie am 12. November 2016 in Winterthur beim Weltcupfinalturnier dabei sein können. Die Winterthurer haben sich zudem entschieden, das Weltcupturnier in Japan im Sommer zu bestreiten. Ein Erlebnis, welches sich das Team in ihrer letzten Saison mehr als verdient hat…

(Bild: Daniel Frei / Sportjournalist.ch)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Bild: Daniel Frei / Sportjournalist.ch)

 
 
 
 
 
 
 
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