2016-01-30 |NLA Heimrunde

Rote Karte stoppt Derby

  WINTERTHUR. Die NLA-Heimrunde der Winterthurer Radballer Marcel Waldispühl und Peter Jiricek gegen die stärksten Teams der Schweiz darf als erfolgreich eingestuft werden. Ganz im Gegenteil zum Auftritt des Teams aus Pfungen.

von Daniel Frei / Sportjournalist.ch

Mit einem denkbar schlechten Turnierauftakt begannen die Pfungemer Gebrüder Waibel. Gegen Mosnang verschliefen sie den Beginn des Spiels und lagen 0:3 zurück. Die Hypothek war zu gross und es resultierte eine 2:4-Niederlage. Gegen Altdorf setzten sie sich deutlich engagierter zur Gegenwehr und zur Pause lagen sie nur 0:1 zurück. Danach legte der Titelverteidiger aus der Innerschweiz deutlich zu und gewann klar mit 7:2. Bis dahin zeigten sich die Winterthurer deutlich souveräner. Zwei sichere Siege gegen Oftringen (3:1) und Möhlin (10:3) liessen keinen Zweifel offen, wer das bevorstehende Derby zwischen Winterthur und Pfungen gewinnen wird. Und so begannen Waldispühl/Jiricek äusserst konzentriert die Partie und sicherten sich einen 3:0 Vorsprung. Dann kamen die Pfungemer bis auf einen Treffer heran. Doch während die Winterthurer weiterhin ruhig weiterspielten, wurde das Spiel der Gebrüder Waibel immer hektischer. Jeder Schiedsrichterentscheid wurde lautstark kritisiert und zusehends verlor der Aussenseiter ihr Nervenkostüm. Kurz vor Schluss kassierten sie eine gelb-rote Karte und das Spiel wurde 5:0 Forfait für Winterthur gewertet. „Nach dem Spiel betrachtet muss ich zugeben, stellten wir uns schon sehr dumm an“, gestand Severin Waibel das eigene Verhalten ein. Immerhin zeigten sie in der abschliessenden Partie gegen Oftringen eine positive Reaktion und sicherten sich dank des 5:3-Erfolges über Oftringen den vierten Tabellenrang. Die Winterthurer ihrerseits zeigten sich unbeeindruckt und bezwangen Mosnang klar mit 10:5. Es folgte zum Abschluss der Hinrunde der Qualifikationsphase das Spitzenspiel der beiden ungeschlagenen Teams Altdorf und Winterthur. Der Gastgeber überzeugte und konnte mit einem 2:0-Polster in die zweite Halbzeit steigen. Doch ein schneller Gegentreffer der Innerschweizer nach einem Fehler von Peter Jiricek brachte anstelle der notwendigen Ruhe die Gäste wieder zurück ins Spiel. Es folgte ein ausgeglichenes Spitzenspiel, wobei Altdorf schlussendlich mit 4:3 als glücklicher Sieger das Spielfeld verliess. „Wir dürfen uns einfach keine Fehler erlauben“, analysierte Trainer Petr Jiricek die spielentscheidenden Phasen. „In der ersten Halbzeit verschoss Marcel Waldispühl einen Penalty. Zusammen mit dem Fehler von Peter Jiricek waren diese zwei Fehler ausschlaggebend.“ Altdorf führt nun die NLA-Tabelle vor Winterthur an. Nächsten Samstag stehen sich die besten Teams anlässlich des Schweizer Cupfinals erneut gegenüber. Bekanntlich ist der Schweizer Cup der kürzeste Weg zu einem Titel. Doch dies sehen nicht nur die Winterthurer so…

Radballspektakel mit Altdorf und Winterthur. (Bild: Daniel Frei / Sportjournalist.ch)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Radballspektakel mit Altdorf und Winterthur. (Bild: Daniel Frei / Sportjournalist.ch)

 
 
 
 
 
 
 
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