2015-09-19 | kleine Finalrunde

Winterthur schwach – Pfungen stark

  ALTDORF. Die Finalrunde der Radballer in Altdorf verdeutlichte das momentane Kräfteverhältnis in der Schweiz. Altdorf ist auf dem Weg, das Schweizer WM-Ticket für Malaysia zu lösen. Winterthur kann trotz schwacher Runde in Altdorf den Meistertitel noch gewinnen, während Pfungen einen Platz auf dem Podest anstrebt.

 

 

Bericht von von Daniel Frei / Sportjournalist.ch

 

 

Die Gebrüder Waibel aus Pfungen zeigten gleich von Beginn weg eine kämpferisch starke Leistung und bezwangen die Routiniers aus Oftringen mit 3:2. Bereits zur Halbzeit lagen Benjamin und Severin Waibel mit 3:1 in Führung. Infolge schlechter Chancenauswertung wurde es noch einmal spannend. Pfungen gewann schlussendlich verdient die drei Punkte. Winterthur vergab die Punkte leichtfertig und unterlag zum Auftakt Mosnang mit 2:3. Kurz vor Schluss gab es ein Missverständnis im Spielaufbau von Marcel Waldispühl und Peter Jiricek. Die Toggenburger nutzten die Gunst der Stunde und erzielten den Siegtreffer. Mit dieser unterschiedlichen Ausgangslage kam es zur Direktbegegnung zwischen den Trainingspartnern Winterthur und Pfungen.

 

Pfungen mit starker Gegenwehr

Winterthur sah wie der sichere Sieger aus und führte mit zwei Treffern. Doch Pfungen vermochte zum 3:3 auszugleichen und der Ausgang der Partie war wieder offen. Ein überraschender Punktegewinn der Gebrüder Waibel zeichnete sich ab. Doch in der letzten Spielminute unterlag den Pfungemer ein folgenschwerer Eigenfehler und Winterthur kam zu einem Penalty. Diesen verwandelte Marcel Waldispühl mit einem flachen Schuss vors Vorderrad von Torhüter Severin Waibel souverän. Nach dieser beherzten Partie folgte mit Leader Altdorf gleich der zweite grosse Brocken für die Spieler des RMV Pfungen. Bereits zur Halbzeit lagen die Aussenseiter 0:3 zurück. Pfungen kam zwar bis auf einen Treffer heran und hatte mehrere Chancen zum Ausgleich. Doch dieser blieb ihnen verwehrt und die Innerschweizer erzwangen die Entscheidung zum 5:2-Erfolg. Gegen Mosnang und Altdorf 2 gewannen die Waibels und rückten auf den dritten Rang vor. „Unser Ziel für das Finalturnier um den Schweizermeistertitel ist ein Platz auf dem Podest.“ Severin Waibel und sein Bruder starten mit einem Bonuspunkt vor Mosnang und Oftringen. Die beiden Spitzenteams Altdorf und Winterthur dürften unter normalen Umständen zu stark sein.Im gleichen Turnier spielten die Gebrüder Severin und Benjamin Waibel aus Pfungen ein eher mässiges Turnier. Vor dem Turnier verletzte sich Benjamin Waibel beim Beachvolleyball am Fuss und stieg geschwächt in den Weltcup. In der Vorrunde resultierte ein knapper 4:3-Erfolg über die zweite Equipe aus Svitavka (Tch) sowie ein 4:4-Unentschieden über das französische Team aus Dorlisheim. Im Platzierungsspiel um Rang 5 unterlag Pfungen in einem offenen Schlagabtausch dem Fanionteam von Gastgeber Svitavka mit 5:6. Mit dem 6. Rang egalisierten sie ihre beste Klassierung im Weltcup einmal mehr. „Irgendwann klappt es mit einem besseren Rang“, schaute Severin Waibel nach dem Turnier bereits wieder optimistisch in die Zukunft.

 

Erneute Niederlage im Spitzenkampf

 
Nach der Niederlage gegen Mosnang war bereits klar, dass Winterthur die Leaderposition der Altdorfer nicht streitig machen kann. Bereits vor der Direktbegegnung verzeichneten Waldispühl/Jiricek grosse Mühe. Einzig die Zweitmannschaft aus Altdorf wurde mit 7:2 klar bezwungen. Gegen Oftringen war es ein sehr harziges Spiel, bevor der 3:2-Sieg feststand. Waldispühl hielt kurz vor Schluss noch einen Penalty und sicherte Winterthur so den Sieg. Im Spitzenkampf gegen Altdorf vermochten die Eulachstädter in Führung zu gehen. Danach ging nichts mehr und zur Pause stand es bereits 1:4. Das Weltmeisterduo von 2009 gab nie auf. Peter Jiricek erzielte drei Treffer in Folge und schaffte den Ausgleich. Doch der erneute Urner Führungstreffer in der letzten Spielminute war einer zu viel. Altdorf startet am 17. Oktober 2015 in Möhlin mit drei Bonuspunkte vor Winterthur (2) und Pfungen (1) ins Finalturnier um den Schweizermeistertitel.
 
 
 
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