2013-03-02 | NLA, Final Schweizer Cup

Cupsieg klar verpasst

  

MOSNANG. Überraschend trafen die Winterthurer Radballer bereits im Halbfinal auf Weltmeister Altdorf. Es folgte die einzige, aber folgenschwere Niederlage.

 

Bildlegende: Marcel Waldispühl (li) und Dominik Planzer (re)

von Daniel Frei / Sportjournalist.ch
 

Ein neuer Modus sollte den Stellenwert des Schweizer Cupfinals steigern. Doch bereits die erste Austragung deckte Mängel auf. Zudem ging rein sportlich gesehen die Rechnung der Attraktivitätssteigerung nicht auf, denn der spätere Sieger Altdorf unterlag in der Vorrunde Gastgeber Mosnang. Nach der 4:5-Niederlage gegen die Toggenburger trafen die Innerschweizer somit bereits im Halbfinal auf Winterthur. Die Winterthurer hätten nun ihr letztes Vorrundenspiel absichtlich verlieren können, um im Halbfinal den Altdorfern ausweichen zu können. Zum Glück siegte aber das sportliche Fairplay der Winterthurer und sie qualifizierten sich ohne Punkteverlust für die Finalspiele.

Einseitige Finalspiele

Doch anstelle eines Spitzenspiels sahen die Zuschauer eine einseitige Begegnung, welche das Weltmeisterduo problemlos mit 6:1 gewann. „Wir spielten unkonzentriert und fanden zu keinem Zeitpunkt in unser Spiel“, analysierte Trainer Petr Jiricek die Partie. „Wir agierten fehlerhaft und machten zahlreiche taktische Fehler. Eine Situation, welche es zu analysieren gilt.“ Bis auf diese wichtige Partie spielten die Winterthurer ein starkes Turnier. Das kleine Finale um den dritten Podestplatz wie auch das Endspiel brachte zwei einseitige Begegnungen. Winterthur bezwang Oftringen mit 7:2 und die Altdorfer gewannen den Pokal mit dem gleichen Resultat über Mosnang. Schwerwiegender als die verlorene Entscheidung um den Schweizercup ist für Waldispühl/Jiricek der eingehandelte Zwei-Punkterückstand gegenüber den Innerschweizern im Kampf um das WM-Ticket. Nach dem ersten WM-Selektionsturnier in Rücklage ist ein Gefühl, welches die Winterthurer kennen, denn sie gewannen in dieser Besetzung noch nie den Cupfinal.

Interessant ist jedoch die Tatsache, dass der neue Finalmodus erst nach Beginn des Wettbewerbes geändert wurde. Etwas, was in anderen Sportarten nicht möglich wäre. Noch mehr zu denken gibt jedoch die Tatsache, dass der Schweizercup weiterhin zur WM-Selektion zählt. Neben dem frühen Zeitpunkt in der Saison gilt es vor allem zu bedenken, dass Winterthur nicht nur zwei Punkte hinter Altdorf liegt, sondern auch einen Zähler hinter Mosnang. Dabei spielte man gar nie gegen die Toggenburger…

 

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